Am 1. April startet Priska Pawlowski als Leiterin Administration bei der Stiftung LabOra. Die Gewissheit, eine sinnerfüllte Aufgabe zu tun und Teil von etwas Grösserem zu sein, motiviert sie am meisten. Im Interview verrät sie, warum sie wie durch ein Wunder zu LabOra gestossen ist – und was sie hier einbringen will.
Priska, erzähle uns etwas von deinem privaten und beruflichen Hintergrund.
Aufgewachsen bin ich mit meiner vier Jahre älteren Schwester in Friedrichshafen am Bodensee. Sie hat schon früh zwei Kinder bekommen, dadurch durfte ich mit 17 Jahren schon die schöne Rolle der Tante übernehmen. Da sie sich dazu entschieden hat, noch zu studieren, habe ich sie viele Jahre bei der Betreuung der Kinder unterstützt. Es war eine herausfordernde, aber auch sehr schöne Zeit. Mit 18 Jahren habe ich meine Ausbildung bei der Stadt Friedrichshafen als Fachangestellte für Bürokommunikation begonnen, hier durfte ich Einblicke in viele interessante Bereiche gewinnen. Am wohlsten habe ich mich immer in den sozialen Bereichen gefühlt. Mein Einsatz im städtischen Altersheim, der Feuerwehrverwaltung und der Zeppelin-Stiftung haben mich sehr erfüllt. Aber auch an die restlichen 17 Jahre im Amt für Vermessung und Liegenschaften bei der Stadtverwaltung denke ich gerne zurück. Meine grosse Liebe zu Tieren konnte ich im hiesigen Tierheim und bei Einsätzen im Amazonas in Ecuador und in Mexico ausleben. Das war eine unvergessliche Zeit für mich.
Wie bist du auf die Stiftung LabOra aufmerksam geworden?
Die Stelle von LabOra kam ziemlich unverhofft. Unglücklich bei meiner aktuellen Stelle, wandte ich mich hilferufend an Gott. Zwei Monate später bekam ich die Stellenausschreibung durch einen Freund zugespielt, der meine missliche Lage kannte. Ich habe alles in Gottes Hände gelegt und er hat sich um den Rest gekümmert. Wenn ich jetzt rückblickend darüber nachdenke: Es war wirklich ein grosses Wunder für mich!
Am 1. April startest du offiziell. Welche Hoffnungen und Gefühle hast du?
Auf meinen Start bei LabOra freue ich mich sehr. Ich fühle mich jetzt schon beschenkt und gut aufgehoben. Da ich bereits bei einigen Treffen dabei sein und viele Gesichter von LabOra näher kennenlernen durfte, konnte ich schon eine leise Ahnung davon bekommen, wie es sein wird, ein Teil des Teams zu sein – für diese Möglichkeiten bin ich sehr dankbar. Ich sehe mich nun als ein kleines Zahnrad und möchte die Chance nutzen, um für das grosse Ganze mitwirken zu dürfen: Gottes Reich auszubauen.
Was bedeutet der Glaube an Jesus Christus für dich?
Ich bin nicht in einem christlichen Haushalt aufgewachsen. Gott hat bei uns zuhause keine Rolle gespielt. Dennoch habe ich, rückblickend, schon als Kind sehr viel zu Ihm gebetet. Vor einigen Jahren entdeckte ich dann Hildegard von Bingen. Ihre Erkenntnisse rund um den Menschen als Gottesgeschöpf sowie die Idee, dass Körper, Geist und Seele unzertrennlich zusammengehören, haben mich fasziniert. Mein bereits im Glauben stehender Partner hat mich dann so neugierig auf Jesus gemacht, dass ich nicht umhinkam, ihm mein Leben zu übergeben. Der Glaube bedeutet für mich, ganz plakativ gesagt, das Füllen meines Herzens. Nichts auf dieser Welt kann diese undefinierbare, aber immer spürbare Leere, erfüllen, als nur die reinste Form der Liebe – Gottes Liebe. Hier darf ich sein, wie ich bin, aber gleichzeitig auch wachsen.
Welche Eigenschaften möchtest du besonders in die Stiftung einbringen? Und in welcher Hinsicht fühlst du dich herausgefordert?
Die Unterstützung anderer zieht sich schon immer wie ein roter Faden durch mein Leben. Genau das möchte ich bei LabOra weiterführen – mit ganz viel Sinnhaftigkeit und Freude. Ich glaube und hoffe, dass ich durch mein freundliches und soziales Wesen allen Mitmenschen, Kollegen und Kunden eine Freude im Arbeitsalltag sein kann. Eine neue Arbeit zu beginnen birgt, so denke ich, immer neue Herausforderungen. Alles, was ich noch nicht weiss und kann, werde ich lernen und erfahren. Ganz nach Philipper 4,13: "Ich vermag alles durch den, der mich stark macht."
Wofür schlägt dein Herz?
Mein Herz schlägt für die kleinen Dinge des Lebens. Jeder Spaziergang in der Natur, bei welchem ich die Schöpfung Gottes bewundern kann: ein Fischreiher am Himmel, eine Katze, die über die Strasse huscht, jeder singende Vogel oder das Reh am Waldesrand, erwärmen mir das Herz. Oft habe ich das Bedürfnis noch mehr zu tun, für Tiere und Menschen. Daher möchte mich in meiner Freizeit mehr einbringen und in meiner Gemeinde unterstützen.
Was sind deine beruflichen und persönlichen Ziele im Leben?
Dank LabOra komme ich einem meiner Ziele schon sehr nahe: auch im Berufsleben eine sinnerfüllte Aufgabe zu haben. Ein Teil von etwas Grösseren zu sein, finde ich sehr erstrebenswert. Mein Weg mit Jesus hat gerade erst begonnen, voll mit freudiger Erwartung, was ich noch erkennen, lernen und verstehen darf. Der Weg – mit Gott – ist das Ziel.
Stephanie Hämmerli ist seit 2024 Leiterin Administration der Stiftung LabOra. Per 1. April übergibt sie ihre Aufgaben an Priska Pawlowski.
