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Man wollte die Wahrheit nicht hören

Geschrieben von Dominic Prétat | 237. Aug 2026

Was wäre, wenn Gemeinde nicht nur am Sonntag, sondern auch am Montag sichtbar wird? Peter Wagner hat diese Frage bereits vor vielen Jahren gestellt. Heute gewinnt sie neu an Bedeutung: Wie können Christen ihren Glauben im Berufsalltag leben und unsere Gesellschaft mitprägen?

Vor ein paar Wochen habe ich Heinz Strupler, einen Pionier und Visionär, getroffen. Ich nutzte die Gelegenheit, ihm zwei bis drei Fragen zum Buch „Die Gemeinde am Arbeitsplatz“ von Peter Wagner zu stellen. Heinz hatte Peter Wagner bereits vor vielen Jahren in die Schweiz eingeladen. Doch damals wollte man seine Erkenntnisse und seine Sicht auf dieses Thema nicht hören. Wer möchte schon gerne die Wahrheit hören oder lesen?

Viele Jahre später – im Jahr 2026 – öffnen sich nun immer mehr Leiterinnen und Leiter diesem Thema. Es wird zunehmend auch in kirchlichen Verbänden diskutiert, was mich sehr freut. Manchmal braucht es eben viele Jahre, bis ein Thema reif wird. Ein schönes Beispiel dafür ist der Christliche Führungskongress in Winterthur mit dem Thema „Gott sei Dank Montag“. Auch wir werden dort mit einem Stand vertreten sein.

Die Gemeinde ist auch am Arbeitsplatz

Ich habe für dich mit Hilfe von KI eine kurze Zusammenfassung dieses spannenden Buches erstellt.

Das zentrale Anliegen des Buches „Die Gemeinde in der Arbeitswelt: Wie Gottes Volk die Gesellschaft transformieren kann“ von C. Peter Wagner ist, dass Gemeinde nicht nur der Sonntagsgottesdienst oder das kirchliche Gebäude ist. Christen bilden auch am Arbeitsplatz die Gemeinde Gottes. Wagner unterscheidet zwischen der „Kerngemeinde“, also der örtlichen Gemeinde, und der „erweiterten Gemeinde“ – Christen in Wirtschaft, Bildung, Politik, Medien und anderen Berufsfeldern.

Der Arbeitsplatz ist ein Ort des Dienstes für Gott. Beruf wird nicht nur als Mittel zum Lebensunterhalt verstanden, sondern als Berufung. Jede ehrliche Arbeit kann eine Berufung Gottes sein. Christen dienen Gott nicht nur als Pastor, Missionar oder Gemeindemitarbeiter, sondern auch als Unternehmer, Lehrer, Ingenieur, Handwerker oder Angestellte.

Der Montag ist für das Reich Gottes genauso wichtig wie der Sonntag

Eine der zentralen Thesen Wagners ist deshalb: Die Gemeinde ist nicht auf das Kirchengebäude oder die Sonntagsversammlung beschränkt. Es gibt die versammelte Gemeinde und die zerstreute Gemeinde – Christen im Alltag und Beruf. Die Gemeinde ist also auch dort präsent, wo ihre Mitglieder arbeiten.

Christen sollen Kultur prägen

Wagner versteht den Missionsauftrag nicht ausschließlich als Evangelisation einzelner Menschen. Christen sollen Wirtschaft, Politik, Bildung, Medien, Kunst und Wissenschaft nach biblischen Werten positiv beeinflussen. Er sieht darin einen wesentlichen Auftrag der Gemeinde.

Dabei kommt den Gemeinden und ihren Leitern eine wichtige Aufgabe zu: Sie sollen Berufstätige für ihren Dienst im Alltag ausrüsten. Das bedeutet weniger Konzentration auf innergemeindliche Programme und mehr Unterstützung für Christen im Berufsleben – durch Gebet, Begleitung und Ermutigung für ihre berufliche Berufung.

Auch wirtschaftlicher Erfolg kann nach Wagner geistlichen Wert haben, sofern er ehrlich erworben wird, dem Reich Gottes dient und zum Wohl anderer eingesetzt wird. Unternehmer und Führungskräfte können deshalb einen wichtigen geistlichen Dienst leisten.

Evangelisation geschieht dabei auch durch hervorragende Arbeit. Ein Christ bezeugt seinen Glauben durch Integrität, Ehrlichkeit, Qualität der Arbeit, Liebe zum Mitmenschen und verantwortliches Führen. Das gesprochene Evangelium bleibt wichtig, wird aber durch glaubwürdiges Leben ergänzt.

Ein Leitgedanke des Buches ist, dass Gottes Reich alle Bereiche der Gesellschaft erfassen soll. Wagner spricht von gerechteren Unternehmen, verantwortungsvoller Politik, ethischem Wirtschaften und dem Einfluss christlicher Werte auf das Gemeinwesen.

Die Grundidee in einem Satz:

Die Ortsgemeinde soll Christen nicht nur für den Dienst in der Kirche, sondern vor allem für ihren Dienst in der Welt ausrüsten, damit Gottes Reich durch ihren Beruf und ihr gesellschaftliches Engagement sichtbar wird.

Natürlich wird diese Sicht nicht überall gleich bewertet. Befürworter schätzen die Aufwertung des Berufs als geistliche Berufung und die Betonung, dass der Glaube den gesamten Alltag prägen soll. Kritiker warnen davor, biblische Aussagen über das Reich Gottes zu stark mit gesellschaftlicher oder politischer Einflussnahme zu verbinden und beruflichen Erfolg als Maßstab geistlicher Wirksamkeit zu verstehen.

Unabhängig von dieser Diskussion bleibt Wagners zentrale Betonung ein wichtiger Impuls: Christen sollen ihren Glauben im Berufsalltag leben – und Gemeinden sollen sie dafür ausrüsten.

AUFGEPASST:
Die ersten fünf Interessierten, welche sich bei uns melden, erhalten ein Exemplar geschenkt!

Und noch ein kleiner Tipp, falls du nicht gerne liest oder wenig Zeit dafür findest: Es gibt mittlerweile mehrere Tools, unter anderem von Google, welche aus Textdokumenten kurzweilige Audio-Dateien erstellen können, die wie professionell produzierte Podcasts klingen. Das ist eine spannende Möglichkeit, sich ein Buch ganz einfach anzuhören. Probiere es doch gleich aus!

Viel Spaß beim Weiterdenken und Umdenken – KI macht heute vieles möglich.

Dominic Prétat ist Geschäftsführer der Stiftung LabOra.